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Erste Auswertung der aktuellen StBG-Unfallzahlen: Sicherheitsniveau weiter verbessert!

Die Unfallzahlen in der deutschen Baustoff-Industrie sind auf ein weiteres Rekordtief gesunken. Dies hat eine erste Auswertung der Unfallzahlen des Jahres 2003 ergeben.
Die Gesamtzahl aller Arbeitsunfälle ist auf 15.128 gesunken; im Vorjahr wurden noch 16.991 Unfälle registriert, so dass hier ein Rückgang um 11 Prozent zu verzeichnen ist. Darin enthalten sind 7.081 meldepflichtige Arbeitsunfälle, die zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit geführt haben. Diese Unfälle sind gegenüber dem Vorjahr sogar um 12,3 Prozent zurückgegangen.
Auch die Zahl der schweren Arbeitsunfälle, die erstmalig zur Zahlung einer Unfallrente geführt haben, ist von 280 Fällen im Jahr 2002 auf 251 in 2003 gesunken Dieser Rückgang um mehr als zehn Prozent ist besonders wichtig, da nicht nur in hohem Maß menschliches Leid vermieden wurde, sondern sich diese Erfolge auch finanziell langfristig auszahlen.
Einzig die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle trübt das ansonsten erfreuliche Bild: diese schwersten Unfälle konnte gegenüber dem Vorjahr leider nicht vermindert werden. Arbeitsverdichtung und höherer Druck auf den einzelnen Mitarbeiter führen weiterhin zu oft zu tödlichem Leichtsinn.
Die Unfälle auf dem Weg zum Arbeitsplatz und zurück reduzierten sich um 8 Prozent (938 in 2002, 864 in 2003). Der Anteil der meldepflichtigen Wegeunfälle hierin sank von 303 (2002) um mehr als 7 Prozent auf 281 in 2003. 38 Wegeunfälle führten so schweren Verletzungen, dass es zu Rentenzahlungen kam.
Ebenso wie bei den Arbeitsunfällen kann auch bei Wegeunfällen die sonst positive Entwicklung nicht auf die Ereignisse mit tödlichem Ausgang übertragen werden. Im Jahr 2003 kamen 3 Versicherte auf dem Arbeitsweg ums Leben, gegenüber einem Fall in 2002.
Die Verdachtsmeldungen auf Berufskrankheiten verminderten sich um 101 Fälle auf 451. Dies entspricht einem Rückgang um 18,3 Prozent. In 89 Fällen bestanden gesundheitliche Beeinträchtigungen in einem Maß, welches zur Zahlung von Rentenleistungen führte. Diese Zahl entspricht exakt dem Vorjahreswert.
Wenngleich die Zahlen noch als vorläufig zu betrachten sind und sich durch derzeit laufende Bereinigungen noch leichte Veränderungen ergeben können, lässt sich bereits heute deutlich erkennen, dass die erfreuliche Tendenz der letzten Jahre fortgesetzt werden konnte. So sind seit 1995 beispielsweise die meldepflichtigen Arbeitsunfälle um 60 Prozent zurückgegangen und die Zahl der schweren Arbeitsunfälle, die zur Zahlung einer neuen Rente führen, ist um mehr als die Hälfte gesunken.
Die zeitgemäßen Präventionsangebote der StBG zeigen somit messbaren Erfolg, durch den menschliches Leid ebenso vermieden wird wie langjährig anfallende Kosten für Rehabilitation und Rentenzahlungen.
Die unverändert hohe Zahl der tödlichen Unfälle ist jedoch ein deutliches Indiz dafür, dass Prävention in Zukunft einen noch höheren Stellenwert bei Führungskräften und jedem einzelnen Arbeitnehmer einnehmen muss!

Peter Schrandt, StBG


Unfalltafel






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