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50 Jahre Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau: BG-Unfallklinik feiert Jubiläum

Am 25. September 2003 feierte die berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau ihr 50jähriges Bestehen. Mit Vorträgen und einem festlichen Rahmenprogramm am Vormittag, begingen die Verantwortlichen der Klinik, Vereinsmitglieder und Vorstand im Beisein von Staatsministerin Christa Stewens und Landrat Harald Kühn das Jubiläum.
Mit einem Sportfest am Nachmittag feierten die Patienten und ehemalige Patienten mit den Ärzten und dem Pflegepersonal sowie mit Gästen aus Murnau und Umgebung die Gründung und die Erfolge der Klinik.
Die Jubiläumsfeier wurde mit einer Veranstaltung zum EU-Jahr 2003 für Menschen mit Behinderung verbunden.

Weit über 10.000 Patienten wurden im letzten Jahr in der Klinik operativ versorgt; 1.300 Mal kam der Rettungshubschrauber zum Einsatz. Die Klinik war nahezu zu 100 Prozent ausgelastet. Hinter diesen Zahlen verbergen sich viele Schicksale, die in der BG-Unfall-Klinik Murnau mit entschieden worden sind. Schwerstverletzt werden die Patienten zumeist eingeliefert. Danach beginnt für jeden Einzelnen eine oft langwierige Behandlungsphase, die den Anspruch erhebt, dass im Mittelpunkt immer der Mensch steht.
Von der Notaufnahme über den OP bis zur Bewegungs- oder Arbeitstherapie und dem erfolgreichen Abschluss der medizinischen Rehabilitation ist es ein langer Weg. Die Patienten werden dabei von hochqualifizierten Klinikmitarbeitern betreut, die mit den modernsten technischen Hilfsmitteln arbeiten. Sozialdienst und Berufshelfer unterstützen Patienten nach einem Arbeitsunfall schon am Krankenbett bei der Suche nach beruflichen Perspektiven.
Als die Klinik am 29. April 1953 ihren Betrieb aufnahm, war sie zunächst ein einfaches Krankenhaus, "Sonderstation" genannt, in dem die Nachbehandlung zunächst im Vordergrund stand. Operiert wurde nur in Notfällen und zur Korrektur bei unbefriedigenden Heilergebnissen.
Schnell entwickelte sich das Haus, das gemeinsam von 19 Berufsgenossenschaften gegründet worden war, weiter. Man übernahm Verletzte so früh wie möglich, führte neue operative Verfahren und neue Fachdisziplinen ein. So entwickelte sich die Klinik zu einer Einrichtung für die operative Primärbehandlung, was die Chancen der Patienten auf bestmögliche Wiederherstellung erheblich verbesserte.
Inzwischen ist die BG-Unfallklinik Murnau zu einem bedeutenden überregionalen Zentrum vor allem bei der Versorgung Schwerstverletzter geworden. Wie alle BG-Kliniken wird sie allein von den Berufsgenossenschaften, ohne Steuermittel, finanziert.
Diese Errungenschaften zu halten und weiterzuentwickeln, bedarf ständiger großer Anstrengungen, wie Karl Bayer, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins, in seiner Begrüßung hervorhob. Man dürfe nicht bei dem Erreichten stehen bleiben, sondern müsse versuchen, auch weiterhin die Schrittmacherfunktion beizubehalten und stets den aktuellen Standard der Unfallmedizin weiterzuentwickeln. Der BG-Grundsatz einer Behandlung "mit allen geeigneten Mitteln" ist die Voraussetzung, Patienten so wiederherzustellen, dass sie sowohl sozial als auch beruflich wieder in die Gesellschaft integriert werden können.
Dass dies im Laufe der 50 Jahre bei so vielen Patienten gelungen ist, wurde am 25.September gefeiert und besonders von den politischen Vertretern der bayerischen Gesundheitspolitik gewürdigt.


Rollstuhlfahrer Rehabilitandin Tanz-Therapie
Weit mehr als 10.000 Patienten wurden im vergangenen Jahr in Murnau versorgt Bis zum erfolgreichen Abschluss der medizinischen Rehabilitation ist oft ein langer Weg Die Unterstützung der Reha erfolgt mit modernsten Mitteln, wie beispielsweise hier mit einer Tanz-Therapie






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