www.steine-und-erden.net > 2004 > Ausgabe 1/04 > Bell Equipment in Eisenach: Neues Muldenkipperwerk nimmt Produktion auf

[Die Industrie der Steine + Erden]






Bell Equipment in Eisenach: Neues Muldenkipperwerk nimmt Produktion auf

Nach nur sechs Monaten Bauzeit nahm Mitte Oktober 2003 das neue Muldenkipperwerk von Bell Equipment in Eisenach seinen Betrieb auf. Auf insgesamt 9,7 Hektar Gesamtareal entstand ein modernes, knapp 5000 m2 großes Montagewerk. Auf Basis vormontierter Baugruppen aus dem Bell-Stammwerk Richards Bay sowie Aggregaten und Komponenten der überwiegend europäischen Zulieferer werden in Eisenach knickgelenkte Bell-Muldenkipper für den europäischen Markt und Nordamerika gefertigt.
Eine hohe Flexibilität in Produktionsplanung und Abläufen, die enge Kooperation mit den europäischen Technologiepartnern und eine noch engere Anbindung an die wichtigen Dumper-Zielmärkte stehen im Vordergrund der mit Anfangsinvestitionen von rund 13 Millionen Euro langfristig in drei Phasen angelegten "Fertigungs-Offensive" der Bell-Gruppe in Europa.
Die unmittelbar anlaufende Serienfertigung umfasste zunächst die Baureihen B35D/B40D, etwa ab Februar 2004 läuft die Montage der kleineren Modelle B25D/B30D an. Bereits in der Planung wurden dabei die Kriterien des international anerkannten Qualitätsüberwachungs-Standards TS 16949 berücksichtigt. Das System lehnt sich eng an die aktuelle Qualitätssicherung nach ISO 9001 an und ergänzt diese um wichtige Prozesse innerhalb der Automobil- bzw. Nutzfahrzeug-Industrie.
Etwa ab Jahreswechsel 2005 tritt Bell Eisenach in Phase 2: vorrangig dabei ist die Einbindung regionaler bzw. europäischer Zulieferer auch aus dem Stahl- und Fahrzeugbau sowie aus anderen relevanten Sektoren in die Bell-Lieferkette.
Organisatorisch als Niederlassung in die im Jahr 2000 gegründete Bell Equipment Deutschland GmbH mit Sitz in Alsfeld integriert, koordiniert und überwacht das Eisenacher Team um Produktionsleiter Aldo Mayer alle Fertigungsabläufe und die Logistikströme aus dem Bell-Stammwerk im südafrikanischen Richards Bay, von den europäischen Zulieferern und ab Werk zu den Endkunden in ganz Europa.
In ihrer derzeitigen Produktionsplanung für Eisenach gehen die Bell-Verantwortlichen von rund 400 Fahrzeugen für das Jahr 2004 aus. Dabei soll der Fahrzeugausstoß im Stammwerk Richards Bay mit rund 800 Fahrzeugen pro Jahr trotz der bislang noch umfangreichen Vorproduktion für Eisenach nahezu unverändert gehalten werden. Mit zunehmender "Europäisierung" der vorgelagerten Produktionsschritte durch kompetente Zulieferer wird das Werk Eisenach bereits 2006 eine Kapazität von rund 800 Einheiten pro Jahr erreichen.
In Europa belegen Bell-Dumper derzeit mit rund 20 Prozent noch Rang drei, mittelfristig visiert Bell Equipment einen Marktanteil von 30 Prozent an.


Fahrzeugkomponenten
Dumper in the box: Die vorproduzierten Fahrzeugkomponenten
gelangen per Übersee-Container nach Eisenach






Inhaltsverzeichnis Ausgabe 1/04 | Zurück zu unserer Homepage