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BDZ erwartet Rückgang des Zementverbrauchs

Aufgrund der "anhaltenden Talfahrt der Bauwirtschaft" in Deutschland rechnet der Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ) für das laufende Jahr 2004 mit einem weiteren Rückgang des inländischen Zementverbrauchs um etwa drei Prozent. Beim Inlandsversand der BDZ-Mitgliedsunternehmen hat die Verbandsstatistik in den ersten zehn Monaten 2003 zwar einen Anstieg um 3,7 Prozent auf 21 Millionen Tonnen Zement festgestellt.
"Das ist aber leider kein Indiz für einen Bauboom", so Dr. Michael Weißenborn, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes, "sondern hat seinen Grund vor allem in dem starken Verfall der deutschen Zementpreise". So sei ein Teil des Anstiegs des Inlandsversands auf den starken Rückgang der Importe (um fast 30 Prozent) zurückzuführen.
Ein wichtiger Grund sei zudem, dass der gemeldete Inlandsversand auch Verkäufe an Händler umfasst, die ihrerseits exportieren.
Angesichts der weiterhin ungünstigen Baukonjunktur setzt die Zementindustrie weiter auf Strukturanpassungen und Abbau der bestehenden Überkapazitäten in der Zementproduktion sowie auf einen Anstieg der zuletzt nicht mehr kostendeckenden Zementpreise.
In Folge dieser Entwicklung sei die Zahl der Beschäftigten in den 33 Mitgliedsunternehmen des BDZ mit ihren 49 Werken bis August dieses Jahres auf knapp 7.700 gesunken. Damit seien in den letzten zehn Jahren mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze in der Zementbranche verloren gegangen.




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