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[Die Industrie der Steine + Erden]






Westermann setzt auf Wirtschaftlichkeit

Ein 50-jähriges Firmenjubiläum gibt nicht nur Anlass, das Erreichte zu feiern, sondern ebenso die Weichen für die Zukunft zu stellen. So auch bei der Firma Westermann GmbH & Co. KG in Ibbenbüren, deren Inhaber Hildegard Westerman, ihr Sohn Andreas sowie Geschäftsführer Ludwig Menger im Jubiläumsjahr 2000 ein umfassendes Produktivitätsprogramm im Steinbruch starteten, um für den zunehmenden Wettbewerb in der Branche auch in den nächsten Jahren gewappnet zu sein. Nicht zuletzt erneuerten sie in den letzten zwei Jahren einen Großteil der eingesetzten Maschinen und erwarben bei der Zeppelin Niederlassung in Osnabrück acht Caterpillar Geräte.
Schon der Firmengründer, Clemens Westermann, erkannte frühzeitig, dass der Betrieb des damaligen Steinbruchs in Püsselbüren auf Dauer nur durch Maschineneinsatz erfolgreich sein konnte und erwarb 1952 den ersten Bagger der Firma. Ein kleiner Brecher, heute noch liebevoll bei Westermann "Nuckelpinne" genannt, folgte bereits 1961. "Mit dieser ersten Umstellung von der Hand- auf die Maschinenproduktion begründete mein Großvater die Strategie unseres Unternehmens, stets auf moderne Technik und hohe Produktivität zu setzen", kommentiert Andreas Westermann.
Gut 140 ha ist das heutige Steinbruch-Gelände im Uffelner Berg groß. Abgebaut werden Sand, Sandstein, Schiefer und Kohle. Erst im letzten Jahr wurde dort eine Brecher- und Klassieranlage mit einer Kapazität von 750.000 t pro Jahr installiert. Sie zählt zu den modernsten Produktionsstätten ihrer Art. Über ein Video- und Computersystems werden die insgesamt 2 km langen Förderbänder, der Brecher sowie die Lagerhaltung gesteuert. Die Klassifizierung des gebrochenen Materials, dessen Körnung von 0 bis 450 mm reicht, erfolgt in sieben Silos mit je 1.000 t Fassungsvermögen, die im Dienste niedriger Lärm- und Staubbelastung mit einer Halle aus Thermo-Blechen umbaut wurden. "Auch die Schieferaufbereitung erfolgt komplett, die Lagerhaltung weitestgehend in Hallen", kommentiert Ludwig Menger, "denn umweltgerechter Abbau wird bei uns groß geschrieben."
Deshalb ließ Andreas Westermann auch am Ausgang des Steinbruchgeländes eine Reifenwaschanlage für die Lkw bauen, damit die öffentlichen Straßen beim täglichen Abtransport von 4.000 bis 5.000 t Material nicht verschmutzt werden.
Pro Jahr verlassen 600.000 t Schütt-, Setzsteine und Schotter aus hochwertigem Sandstein sowie 150.000 t Schieferton das Gelände der Firma Westermann. 14 firmeneigene Lkw stehen zur direkten Belieferung der Kunden bereit, außerdem hat das Unternehmen seit kurzem nicht weit vom Steinbruch eine neue eigene Verladestelle am Mittellandkanal.
"Als die Entscheidung anstand, unseren Maschinenpark zu erneuern, haben wir vor allem auf die Kosten pro Tonne geachtet", erläutert Andreas Westermann, der für die technische Leitung des Betriebes verantwortlich zeichnet, "die Cat-Geräte, gepaart mit dem Zeppelin Service sind diesbezüglich unschlagbar."
Ganz entscheidend sind für den wirtschaftlichen Einsatz des Maschinenparks die Ladetechniken sowie die optimale Abstimmung der Größe von Radlader oder Bagger auf der einen Seite und Dumper auf der anderen. Fred Cordes, Leiter der Zeppelin Niederlassung in Osnabrück, holte sich deshalb für die Verkaufsgespräche bei Westermann die Einsatzberater aus der Garchinger Hauptverwaltung, um die für den Steinbruch am Uffelner Berg beste Maschinenzusammenstellung zu definieren. Ein mehrtägiger Testlauf vor Ort der in Frage kommenden Erdbewegungsmaschinen gehörte natürlich auch dazu. "Die Produktivität im Einsatz, gepaart mit einem hohen Wiederverkaufswert der Cat-Geräte, sind Fakten, die sich schwarz auf weiß berechnen lassen", kommentiert Fred Cordes. Zeppelin garantiert zudem nicht nur die Rücknahme der Maschine am Ende der Nutzungsdauer zu einem bereits beim Kauf festgelegten Preis, sondern bietet auch attraktive Finanzierungsangebote, die grundsätzlich günstiger als die banküblichen Konditionen sind.
"Wichtig war uns auch, eine hohe Verfügbarkeit der Maschinen sicher zu stellen", ergänzt der kaufmännische Geschäftsführer Ludwig Menger, "denn jedes Gerät, was steht, kostet Geld." Da waren natürlich die Nähe zur Niederlassung Osnabrück, einer der insgesamt 53 Standorte von Zeppelin in Deutschland, der Service rund um die Uhr sowie die zu 98 Prozent garantierte Bereitstellung der Ersatzteile innerhalb von 24 Stunden weitere Argumente für die Firma Westermann, auf Caterpillar Maschinen umzustellen.

Description
Der Cat 365B belädt
einen Skw der Serie 771D




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