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HeidelbergCement baut deutsches Zementgeschäft aus

HeidelbergCement beabsichtigt, die Zementaktivitäten der Buderus Gruppe zu übernehmen. Das Buderus-Werk Wetzlar mit einer Kapazität von rund 1 Millionen Tonnen liegt zentral im hessischen Markt und ergänzt die süddeutschen Marktpositionen des Konzerns mit Werken in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern. Darüber hinaus hält HeidelbergCement eine Beteiligung an der Anneliese Zementwerke AG in Nordrhein-Westfalen.
Der Wechsel des Zementwerks einschließlich der dazugehörigen Kalk- und Gipssteinbrüche sowie der Baustoff Union GmbH zum Heidelberger Baustoffhersteller erfolgt zu 100 Prozent. Die Übernahme wird möglich, da der bisherige Anteilseigner, die Buderus Guss GmbH, sich stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentriert und damit den Bereich Zement aufgibt.
HeidelbergCement wird alle 115 Mitarbeiter von Buderus weiterbeschäftigen.
Zudem plant HeidelbergCement den Erwerb des Hüttenzementwerks Königs Wusterhausen, südöstlich von Berlin, von der Klösters Beteiligungsgesellschaft rnbH zum 1. Januar 2003. Dieses Werk verfügt über eine Mahlkapazität von rund 0,5 Millionen Tonnen. Ebenfalls von Klösters wird HeidelbergCement eine 75prozentige Beteiligung an einem Zementmahlwerk in Kattowitz/Süd-Polen mit einer Kapazität von 1,2 Millionen Tonnen sowie einen Vertrag über den Bezug von Schlacke übernehmen. Die Akquisitionen erfolgen unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung.
Mit Blick auf die sich abzeichnende Konsolidierung der deutschen Zementindustrie will sich HeidelbergCement mit dieser Vorwärtsstrategie eine breitere geografische Basis auf dem deutschen Markt schaffen.
Während das Zementwerk in Wetzlar den Süden mit Nordrhein-Westfalen verbindet, wird HeidelbergCement mit Hilfe von Klösters seine Zementaktivitäten auf die neuen Bundesländer ausdehnen.




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