www.steine-und-erden.net > 2002 > Ausgabe 1/02 > Programm der Europäischen Arbeitsschutzagentur soll Unfälle in Kleinbetrieben verringern

[Die Industrie der Steine + Erden]






Programm der Europäischen Arbeitsschutzagentur soll Unfälle in Kleinbetrieben verringern

Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz stellte ein 4,5-Millionen--Förderprogramm zur Verringerung von Unfällen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa vor.
Insgesamt fördert die Agentur im Rahmen dieses Programms, das seit Anfang des Jahres läuft, 51 Projekte. Dabei handelt es sich um 16 europäische und 35 einzelstaatliche Vorhaben, die Zuschüsse zwischen 25.000 und 190.000 erhalten.
Die Mittel für das neue Programm wurden der Agentur durch einen Beschluss des Europäischen Parlaments Ende letzten Jahres zur Verfügung gestellt. Das Programms sieht eine Co-Finanzierung von Initiativen vor.
Diese Initiativen sollen die Klein- und Mittelbetriebe ermutigen, bewährte Praktiken im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu übernehmen. Dies kann durch Schulungen und Informationskampagnen erfolgen. Ebenso fördert die Agentur die Entwicklung wirksamer Praktiken für Sicherheit und im Gesundheitsschutz. Dabei liegen die Schwerpunkte auf besonderen Gefährdungen und risikoreichen Sektoren.
Über 450 einzelstaatliche und EU-Organisationen haben sich um eine Förderung beworben. Zu den jetzt geförderten Projekten gehören beispielsweise eine griechische Initiative, an der britische und dänische Partner beteiligt sind (Hotline zum Thema Unfallverhütung für KMU), ein irisches Programm (Pilot-Schulungsprogramme im irischen Fleischhandel) sowie ein italienisches Projekt (Vorführung und Förderung bewährter Praktiken auf Baustellen).
Deutschland ist mit vier Projekten vertreten. Dabei handelt es sich um die Produktion eines Fernsehspots zur Unfallverhütung durch den Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, den Aufbau eine Netzwerkes für Sicherheit und Gesundheit in der Gastronomie durch die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), die Entwicklung eines Sicherheits- und Gesundheitsmanagements am Arbeitsplatz "Beladen und Entladen des Lkw" durch den Verein für Arbeitssicherheit und Gesundheit im Verkehrswesen sowie den Aufbau eines Informations- und Kommunikationsnetzwerks in den Nahrungsmittelhandwerken durch den Gesamtverband Handwerk Sachsen-Anhalt e.V.
Einzelheiten zu sämtlichen geförderten Projekten befinden sich auf der Website der Europäischen Agentur unter http://osha.eu.int/sme.
Hans-Horst Konkolewsky, Direktor der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, lobte die Vielfalt und Qualität aller im Rahmen dieses Programms eingereichten Projekte.
Arbeitsunfälle - insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen - gehörten nach wie vor zu den dringlichsten Anliegen der EU im Bereich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes. Mit Hilfe dieser Projekte ließen sich praktische Informationen gewinnen, um die unverhältnismäßig hohe Unfallzahl in diesen Unternehmen nachhaltig zu senken.




Inhaltsverzeichnis Ausgabe 1/02 | Zurück zu unserer Homepage