1.800 kluge Köpfe - 800 Ideen!Am 15. März ist es soweit: Im Nikolaisaal in Potsdam werden die Preisträger des Förderpreises Arbeit · Sicherheit · Gesundheit der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft des Jahres 2001 ausgezeichnet. Mit Abschluss der Ausschreibung des Ideenwettbewerbs für die Baustoff-Industrie bietet sich die Chance, Bilanz zu ziehen: Die Chronologie von fünf Jahren Förderpreis liest sich wie eine Erfolgsstory: 1.795 Menschen haben sich bis heute an diesem Ideenwettbewerb beteiligt. 808 innovative Lösungen sind dabei entstanden.![]() Zahl der Teilnehmer an den bisherigen Ausschreibungen Dabei sind die Ziele des 1997 von Arbeitgebern und Arbeitnehmern einvernehmlich ins Leben gerufenen Förderpreises nach wie vor unverändert. Es geht darum,
Der Innovationspreis geht von der Überlegung aus, dass in vielen Unternehmen eine gute und innovative Sicherheitsarbeit
geleistet wird. Intelligente Einzellösungen werden aber nur in den seltensten Fällen über die Grenzen
des Unternehmens hinaus bekannt, obwohl es in vielen anderen Betrieben gleich gelagerte Probleme gibt. Unternehmer
und Beschäftigte der zumeist kleinen und mittleren Mitgliedsbetriebe der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft
sollen motiviert werden, sich nicht darauf zu verlassen, dass andere sich um die Sicherheit an ihrem Arbeitsplatz
kümmern, sondern sollen selbst und eigenverantwortlich Ideen entwickeln, das Notwendige unternehmen und handeln!
![]() Förderpreis-Beiträge nach Preiskategorien Der Innovationswettbewerb der StBG ist offen für jeden, der Vorschläge für die Verbesserung der Arbeitswelt in der Baustoff-Industrie unterbreiten will. Beteiligen können sich also auch Beschäftigte aus Betrieben, die nicht bei der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft versichert sind, ebenso wie Hochschul-Studenten oder Maschinenhersteller. Die logische Konsequenz ist, dass nicht alle eingesandten Beiträge aus Mitgliedsunternehmen stammen. In fünf Jahren Förderpreis haben sich auch namhafte andere Industrieunternehmen, zumeist mit Organisations- und Motivationskonzepten, beteiligt. Dennoch zeigt die Bilanz, dass rund 70 Prozent aller Einsendungen von Versicherten der StBG gekommen sind. Auch die Entwicklung der Förderpreisplakate und Medien ist eine besondere Geschichte. Sie entstanden nicht, indem ein Auftrag an eine professionell arbeitende Agentur erteilt wurde. Vielmehr wurde auch hier ein kostengünstiger und innovativer Weg beschritten: Studenten der Fachhochschule Hannover, Fachbereich Design und Medien, unter der Leitung von Professorin Iris Maria vom Hof haben im Rahmen von Studienarbeiten das Förderpreiszeichen, die Plakate und auch die sonstigen Medien gestaltet. Ausblick: 50.000 € Preisgeld Die Teilnahme am Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit ist inzwischen nicht nur Ehrensache - und zwar nicht nur für die Preisträger, sondern für alle, die sich für sichere und gesunde Arbeitsplätze engagieren wollen - sie ist auch lukrativer geworden. 50.000 E hat der Vorstand der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft als Preisgeld zur Verfügung gestellt - damit ist der StBG-Förderpreis nicht nur in seiner Art einmalig, er ist auch der lukrativste Preis für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Deutschland und wohl auch europaweit. Inzwischen gibt es aber auch in anderen Branchen vergleichbare Initiativen. Erfolgsstorys finden eben Nachahmer - und dies ist auch gut so! Auch auf der internationalen Bühne interessiert man sich verstärkt über das Erfolgsrezept aus der deutschen Baustoff-Industrie. Die Veranstalter des Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, der 2002 in Wien stattfindet, haben darum gebeten, über den Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit zu berichten. Auch die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) ebenso wie das Internationale Arbeitsamt (ILO) interessieren sich für den Wettbewerb. Die Verantwortlichen bei der StBG sollten offen für Kooperationen sein, denn schließlich bieten Ideen und Praxislösungen die Möglichkeit, auch über Ländergrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Unabhängig von Unterschieden in den gesetzlichen Vorgaben sind die Probleme und Aufgabenstellungen in den Betrieben in vielen Bereichen identisch. Daher gilt: Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden! In diesem Umfeld hat die Jury am 22. Januar in der Hauptverwaltung der StBG in Hannover-Langenhagen getagt und die diesjährigen Preisträger ermittelt. Wer sich zu den Glücklichen zählen darf, die am 15. März 2002 in Potsdam auf der Bühne stehen werden, wird zwar noch nicht verraten, gewonnen haben aber mit Sicherheit alle Menschen, die in den Betrieben der Baustoff-Industrie in Deutschland ihrer Arbeit nachgehen. Klar ist bereits heute, dass der Förderpreis Arbeit · Sicherheit · Gesundheit 2002 zum sechsten Mal erneut ausgeschrieben wird - wiederum sind 50.000 € für "kluge Köpfe" und "starke Teams" zu vergeben. Mit neuen Plakaten werden die Betriebe im zweiten Quartal 2002 informiert - nichts hindert aber daran, bereits heute Ideen und Praxislösungen zu entwickeln, aufzuschreiben und für die nächste Runde des Förderpreises schon jetzt einzureichen! Helmut Ehnes, StBG
Die Förderpreis-Plakate der vergangenen fünf Jahre - die Entwürfe stammen von Studierenden der Fachhochschule Hannover, Fachbereich Design und Medien.
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