www.steine-und-erden.net > 2002 > Ausgabe 1/02 > Gabelstapler und Anbaugeräte

[Die Industrie der Steine + Erden]






Gabelstapler und Anbaugeräte

Für die Wirtschaftlichkeit bei der Produktion von Baustoffen nimmt der innerbetriebliche Transport eine Schlüsselstellung ein. Ist dieser sicher und effektiv gestaltet, so ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betriebsablauf erfüllt. Gabelstapler sind aufgrund ihres dreidimensionalen Arbeitsvermögens und der Fähigkeit,
Lasten selbst aufnehmen zu können, aus dem innerbetrieblichen Transportgeschehen nicht mehr wegzudenken. Dabei werden Gabelstapler kaum irgendwo sonst härter beansprucht als in der Baustoff-Industrie.


R 70-30 i im schweren und staubigen Einsatz in der Baustoff-Industrie
R 70-30 i im schweren und staubigen
Einsatz in der Baustoff-Industrie




Dieselmotor mit dem richtigen Dreh

Von Still wurde jetzt der Gabelstaplerantrieb neu definiert: Die Modellreihe R 70-20/30 verbindet die Drehstromtechnik mit den Vorteilen eines Verbrennungsmotorantriebes. Nach Angaben von Still bedeutet dies einen deutlichen Kraftzuwachs, hohe Umschlagleistungen und langes, besonders wirtschaftliches Staplerleben.

Drehstrom in elektrischen Maschinen - auch Asynchron-Motor (ASM) oder AC genannt - ist längst bekannt und nicht neu. Die Kombination ASM und Diesel ermöglicht einen wirtschaftlicheren Einsatz durch
  • höhere Beschleunigung und Geschwindigkeit,
  • größere Reichweite und
  • höhere Zugkraft und Steigfähigkeit.

Drehstrom im Dieselstapler ist eine Still-Innovation: Der Verbrennungsmotor ist mit einem außenbelüfteten Generator zur Stromerzeugung verbunden. Alle elektrischen Komponenten sind außenluft- bzw. wassergekühlt - das spart eine wartungsintensive Filterung der Kühlluft. Der Elektroantrieb für Fahren und Fahrzeugsteuerung sind in einem hermetisch geschlossenen Gehäuse untergebracht wodurch die sensiblen Komponenten vor Feuchtigkeit, Staub und Schmutz geschützt sind. Dadurch ist der Dieselstapler mit Drehstromtechnik auch für einen extremen Außeneinsatz in schwierigem Gelände und bei niedrigsten Temperaturen geeignet. Auch an den Fahrer wurde gedacht: Das Gerät verfügt über einen ergonomischen Arbeitsplatz mit guter Sicht sowohl rundum als auch auf die Last. Für den Betreiber ergibt sich ein kostengünstiger Unterhalt u. a. dank wartungsfreier Lamellenbremsen. Die Gabelstapler der Baureihe R 70-20/30 werden mit den Tragfähigkeiten 2,0-, 2,5- und 3,0-Tonnen angeboten.

Auch der Umgang mit Salz ist kein Problem: Der Antrieb des R 70-30 i ist hermetisch gekapselt
Auch der Umgang mit Salz ist kein Problem:
Der Antrieb des R 70-30 i ist hermetisch gekapselt




Spezialist für den schnellen Umschlag

Mitfahren im Stehen oder Sitzen, nicht Mitlaufen - das ist die Devise des Elektro-Stand-Gabelhubwagen SU 20 von Still. Die Niederhubwagen-Generation 2001 tritt die Nachfolge des legendären und überaus erfolgreichen ESU 20-Modells an. Das neue Lagertechnikgerät eignet sich besonders für den horizontalen Warentransport bis zwei Tonnen. Mit einer Gesamtbreite von weniger als 800 mm und einer besonders kurzen Bauweise kann der SU 20 handelsübliche Paletten längs und quer für die Be- und Entladung von Lkw aufnehmen. Für kurze Strecken an der Rampe sorgt ein ergonomisch gestalteter Fahrerstandplatz für Komfort, auf langen Wegen im Lager und in der Produktion bietet ein optimal ausgestalteter Sitzplatz dem Bediener Entspannung und Sicherheit. Trotz kleinster Außenabmessungen verfügt der Arbeitsplatz des Fahrers über ein gutes Raumangebot. Das schafft Beinfreiheit beim Sitzen und bietet hohe Sicherheit, weil der Fahrer stets innerhalb der Fahrzeugkontur geschützt ist. Eine spezielle Noppenmatte auf der Fußplatte (mit Gasfeder für das Überfahren von Rampen und Schwellen gedämpft) gibt in jedem Fall Standfestigkeit. Ein optimal angeordneter Haltegriff schont die Handgelenke dadurch, dass der - beim Abbremsen besonders in Antriebsrichtung - auftretenden Verzögerungsenergie entgegen gewirkt wird. Darüber hinaus lässt sich der Fahrerplatz auf Knopfdruck stufenlos auf die individuellen Bedürfnisse für Steh- und Sitzfahrten einstellen. Die hydraulische Schnellverstellung gleicht bis 180 mm Höhenunterschied an Sitz- und Fußplatte aus und ist besonders bei häufigem Fahrerwechsel eine wertvolle Komfort- und Sicherheitsausstattung. Alle Steuerbewegung sind auto- und staplerkonform und mit der rechten Hand auszuführen. Die bewährte Folienschaltertechnik ist nicht nur verschleißarm, sie ist auch exakt und leichtgängig zu bedienen. Dabei helfen Erhebungen und Vertiefungen in der Tastatur, die Bedienung auch ohne Kontakt sicher auszuführen. Die Lenkung des Gerätes erfolgt über ein Minilenkrad mit der linken Hand. Die Lenkbewegungen werden elektrisch ausgeführt. Sie sind rückschlagsfrei und mit doppelter Sicherheit versehen. Das ermöglicht ein sehr genaues und leichtes manövrieren: Mit nur 4 1/2 Lenkumdrehungen wird der maximale Lenkeinschlag von etwas über 180° erreicht.
Das Chassis des SU 20 vereint Funktion und Design. Es ist die konsequente Weiterentwicklung des mit dem iF Product Design Award 2000 preisgekrönten, deichselgeführten Modells EGU-S. Bei dem SU 20 kommt eine verwindungssteife Ganzstahlkonstruktion versehen mit einem stabilen, 10 mm starken Rammschutz zum Einsatz. Abgerundete Formen schaffen beste Rundumsicht und verringern den Platzbedarf im Lagerbereich und Lkw. Das Vierrad-Prinzip reduziert die Punktbelastung, verteilt damit das Fahrzeug und Ladungsgewicht so günstig, dass das Gerät auch für den Stockwerkeinsatz geeignet ist. Ein automatischer Niveauausgleich sorgt auf unebenen Böden für ständigen Bodenkontakt der Laufräder und lässt den SU 20 bei ständiger Bodenhaftung und optimalen Brems/Beschleunigungsverhalten leicht und sicher in engen Kurvenradien steuern. Ein Chassisabschrägung ermöglicht durch größere Bodenfreiheit ein sehr gutes Einsatzverhalten an Rampen, Schrägen und beim Überfahren von Hindernissen. Gabelmarkierungen für unterschiedliche Ladehilfsmittel ermöglichen ein präzises Unterfahren und besseres Einfädeln ohne mühsames Herantasten bei Queraufnahme von Europaletten und Gitterboxen.


Wenn Wendigkeit gefragt ist, dann ist der neue Still Wagner SU 20 ein optimales Arbeitsgerät
Wenn Wendigkeit gefragt ist, dann ist der
neue Still Wagner SU 20 ein optimales Arbeitsgerät


Neu im Vergleich zum Vorgängerfahrzeug ist der Einsatz einer Zahnkranzlenkung. Die verschleißarme Direktverzahnung erübrigt die Lenkkette und erhöht damit die Sicherheit. Ebenfalls neu: Die elektrische Hubabschaltung. Das schont die Hydraulik und Mechanik, reduziert den Energieverbrauch und verringert die Wartungskosten.

Das Bremssystem ist zweigeteilt: Im normalen Betrieb wird bei Fahrtrichtungswechsel oder beim Loslassen des Flügelschalters generatorisch gebremst. Das ist besonders wirksam und energiesparend. Die Verzögerungsenergie wird zurückgewonnen und kommt der Batterie für längere Betriebszeiten zu gute. Zudem sind die Bremsen nahezu verschleiß- und wartungsfrei - Kohlebürsten sind frühestens nach 8.000 Betriebsstunden zu wechseln. Die Park- und Notausbremse erfolgt elektromagnetisch direkt auf die Motorwelle. Beim Verlassen des Fahrzeuges wird die Parkbremsfunktion selbsttätig aktiviert und die Bremseinrichtung verhindert unkontrolliertes Zurückrollen an Steigungen. Damit die Bremse sicher verzögert, überwachen Sensoren ständig die Funktionsfähigkeit und sorgen immer für eine optimale Bremswirkung.

Schließlich garantiert die serienmäßige Schnittstellenvorbereitung für Managementsysteme einen effektiven Materialfluss. Datenterminal und Scanner oder einfach nur ein praktisches Schreibpult lassen sich ganz den betrieblichen Anforderungen entsprechend an einem Anbaugerätehalter ohne aufwendige Nachrüstung installieren.



ATEX - Zertifikat für Linde-Stapler

Steigende Sicherheitsanforderungen in nahezu allen Bereichen der Industrie machen mehr und mehr den Einsatz explosionsgeschützter Flurförderzeuge notwendig. In der Bau-Industrie kommen Ex-Stapler unter anderem in der Bauchemie und beim Betrieb von Trockenmörtelwerken zum Einsatz. ATEX ist die neue Richtlinie EN 94/9 EG des Europäischen Parlaments und des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der 19 europäischen Mitgliedsstaaten für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen. In allen EU-Ländern wird die ATEX-Ausführung ab dem Jahr 2003 bindend.
Sowohl für den Betreiber als auch für die Hersteller birgt die ATEX-Richtlinie eine Reihe von Vorteilen. Zum einen sind die Fahrzeuge innerhalb der 19 Mitgliedsstaaten universell einzusetzen. So kann ein Flottenbetreiber seine Fahrzeuge europaweit beliebig austauschen und in jedem Mitgliedsland ohne Einschränkungen betreiben. Außerdem entfallen die bislang wiederkehrenden Prüfungen nach Elex V, was zu einer deutlichen Kostensenkung für den Betreiber führt.
Je nach Ausführung sind die Fahrzeuge der nach ATEX zertifizierten Linde-Stapler in folgenden Gefahrenbereichen einzusetzen:
  • Ex-Schutz-Kategorie 2G, 3G (Zone 1, 2); Temperaturklassen T 1 - T 5
  • Ex-Schutz-Kategorie 2D, 3D (Zone 21, 22); Staub explosionsgeschützt
  • explosionsgeschützt nach ZH 1/168


Alle Fahrzeuge basieren auf den Serienfahrzeugen von Linde; sind aber für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen modifiziert. Beim Betrieb der Fahrzeuge darf kein Funken entstehen, der eine Explosion auslösen könnte. Außerdem sind Explosionsgefahren durch hohe Oberflächen- und Abgastemperaturen zu vermeiden. Deshalb gilt es, Komponenten wie Motor, Anlasser, Hubmotoren, Steuerungen und Antriebsachsen zu modifizieren und wo erforderlich zusätzliche Wärmetauscher zu installieren, um das Temperaturniveau abzusenken.
So sind die speziell entwickelten Elektromotoren für Fahren und Heben entsprechend des jeweiligen Schutzbereiches gekapselt. Zusätzliche Kühlelemente garantieren vergleichbare Leistungen wie bei den Linde-Serienfahrzeugen. Auch die Kabelführungen sind besonders ausgeführt. Selbst die Bremswärme wird permanent über Sensoren überwacht. Wird eine kritische Temperatur erreicht, schalten sich die Fahrzeuge automatisch ab. Schließlich verhindert eine spezielle leitfähige Beschichtung an den Verkleidungsteilen aus Kunststoff antistatische Aufladungen.
Ansonsten kommen in den Ex-Ausführungen die gleichen Komponenten zum Einsatz wie in den Serienfahrzeugen. Der Einsatz der Serientechnik bedeutet für Betreiber und Fahrer: Die exgeschützten Fahrzeuge können ohne Umgewöhnung genauso sicher und schnell bedient werden wie Serienfahrzeuge, da Ergonomie und Bedienung identisch sind. Für die Betreiber zählen geringe Betriebskosten durch hohe Funktionssicherheit und schnelle Ersatzteilverfügbarkeit dank Großserientechnik.

Hier die nach ATEX zertifizierten Linde-Gabelstapler:

  • Elektro-Schubmaststapler R 14 Ex, R 16 Ex und R 20 Ex,
  • Elektrostapler E 15-16 Ex,
  • Elektrostapler E 20 Ex, E 25 Ex und E 30 Ex,
  • Dieselstapler H 20 Ex, H 25 Ex und H 30 Ex,
  • Elektrodeichselhubwagen T 20 Ex und T 30 Ex,
  • Elektro-Deichsel-Gegengewichtsstapler L 10 AC Ex, L 12 AC Ex und L 16 AC Ex,
  • Elektro-Hochhubwagen L 14 Ex, L 14 AP Ex, L 16 Ex und L 16 AP Ex.



Ein komfortabler Arbeitsplatz
Ein komfortabler Arbeitsplatz




Komfortabel mehr leisten

Je härter die Staplereinsätze in der Baubranche und je höher die Belastungen für Mensch und Fahrzeug, desto wichtiger wird der Faktor Ergonomie. Nur mit komfortablen und leicht zu bedienenden Staplern können Fahrer einen ganzen Tag lang voll konzentriert arbeiten, ohne vorzeitig zu ermüden. Von Linde wurde deshalb ein Ergonomiekonzept für höchste Umschlagleistung durch minimale körperliche Belastung entwickelt. Dabei wurde jedes Detail am Stapler, welches der Bedienung und Handhabung dient, unter die Lupe genommen. Mit dem Ergebnis, dass nun mehr jedes Bedienelement, jede Armstützte, jeder Sitz den neuesten ergonomischen Erkenntnissen entspricht.
Wie sich Ergonomie im harten Praxisalltag auszahlt, zeigt sich am besten an konkreten Beispielen. Eines davon ist der hydrostatische Fahrantrieb, den Linde bei verbrennungsmotorisch angetriebenen Staplern einsetzt. Dank der Hydrostatik wird Staplerfahren zum "Kinderspiel": Der Fahrer kann beschleunigen, ohne schalten zu müssen und der Beschleunigungsvorgang geht sanft und ohne jegliches Rucken vonstatten. Dieses insbesondere beim Fahren auf unebenem Boden und mit voller Last ein enormer Vorteil. Die Doppelpedalsteuerung macht's möglich: Für Vorwärtsfahrten wird einfach das rechte Pedal mit Pfeil nach vorne getreten zum Bremsen nimmt der Fahrer den Fuß vom Pedal und das Fahrzeug kommt automatisch zum Stehen. Rückwärts geht's genauso einfach.
Ergonomische Maßstäbe setzt auch die neuentwickelte Arbeitshydraulikbetätigung für Elektro- und Schubmaststapler: Linde Load Contol (LLC). Das Innovative ist die feinfühlige elektrische Fernverstellung der Arbeitshydraulik durch zwei getrennte Steuerhebel, Mikroprozessorsteuerung und magnetbetätigte Hydraulikventile. Bewusst wurde auf eine Multifunktionsbetätigung verzichtet, bei der alle Hubmast- und Zusatzhydraulikfunktionen in einem einzigen "Joystick" integriert sind. Damit sollen Fehlbedienungen vermieden werden. Die Anordnung der beiden Steuerhebel ist bei den Frontstaplern in eine breite Armlehne integriert, die in Länge und Höhe stufenlos verstellbar ist. Bei den Schubmaststaplern sind die beiden Steuerhebel optimal in die Armablage und das Armaturenbrett integriert. Selbst mit denFingerspitzen ist eine einfache und präzise Bedienung gewährleistet. Durch die besonders leichtgängige Bedienung der beiden Steuerhebel lässt sich der Kraftaufwand im Vergleich zur mechanischen Betätigung um 85 Prozent reduzieren. Darüber hinaus garantiert LLC aufgrund der vollproportionalen Ventilsteuerung sanfte Bewegungsabläufe und einen schonenden Umgang mit der Last.

Dank einfacher Handhabung sind auch die Ex-Fahrzeuge von jedermann leicht zu bedienen
Dank einfacher Handhabung
sind auch die Ex-Fahrzeuge
von jedermann leicht zu bedienen


Die beiden Steuerhebel sind in einer Armlehne integriert
Die beiden Steuerhebel sind in
einer Armlehne integriert




Ein "etwas anderer" Staplereinsatz

In einem Pferdezuchtbetrieb in Niedersachsen beweist ein Manitou 30 G seine Vielseitigkeit. Der Mehrzweckstapler dient hier hauptsächlich dem Wohl der Pferde. Versieht der Fahrer das Gerät mit einem 1.000-Liter-Tank, so können die Tiere mit frischem Wasser versorgt werden. Danach wird neues Stroh in die Stallgassen eingebracht und der alte Mist nach draußen transportiert. Der MSI hat sich aber auch bei Baumaßnahmen bewährt, um Steine vom Lkw zu laden oder um wuchtige Eisenträger an Ort und Stelle zu befördern. Bei der Kaufentscheidung gaben die Geländeeigenschaften den Ausschlag. So beherrschte MSI mit seinen großen Vorderrädern auch unwegsames Gelände. Trotz großer Räder und hoher Stabilität ist das Fahrzeug in seinen Abmessungen kompakt, wodurch eine gute Manövrierbarkeit in den engen Stallungen möglich ist.


Der Manitou-Lader bewährt sich auch im Pferdezuchtbetrieb
Der Manitou-Lader bewährt
sich auch im Pferdezuchtbetrieb




Neuer Freisichtmast von Nissan

Nissan ist der erste Hersteller, der Drei-Stufen-Freisichtmasten ab Werk anbietet. Diese Masten besitzen anstatt eines wie sonst üblich mittig angeordneten Sonderfreihub-Zylinders zwei kleinere seitlich positionierte Zylinder, die so das Sichtfeld deutlich erweitern. Eine innovative Weiterentwicklung, die von Nissan unter der Bezeichnung 3V-Optiview-Mast vermarktet wird. Ein Optiview-Mast hat durch die zur Seite verschobenen Sonderfreihub-Zylinder in der Mitte des Mastes keinerlei Einschränkung der Sicht. Dies macht sich insbesondere bei geringen Hubhöhen positiv bemerkbar. Bei der Beladung eines Lkw's steht der bei herkömmlichen Mastarten mittig angeordnete Zylinder genau im Blickfeld des Fahrers. Dies führt zu Sicherheitsproblemen und einer Verlangsamung des Arbeitsprozesses. Zusätzlich wird die Konzentration des Fahrers stärker beansprucht, was auf Dauer gesehen zu einer Verringerung der Produktivität führt. Bei der 3V-Optiview-Technik von Nissan wird dagegen die Sicht um 52 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Masten gesteigert. In Verbindung mit einer Front-Panoramascheibe einer Freisicht-Kabine hat der Fahrer jetzt freie Sicht auf das Ladegut und das ganze Arbeitsumfeld.

Die Lastaufnahme eines 3V-Masten: Freie Sicht auf die Staplerspitze (siehe Kreis)
Die Lastaufnahme eines 3V-Masten:
Freie Sicht auf die Staplerspitze (siehe Kreis)




Brennstoffzellen-Antrieb auch für Gabelstapler?

Toyota hat mit dem FCHV-4 (Fuel Cell Hybrid Vehicle 4) im Automobilbereich ein Fahrzeug entwickelt, dass weder Stickoxide, Schwefeloxide oder Rußpartikel ausstößt, sondern lediglich Wasser als Rückstand aufweist. Im Jahr 2003 soll der FCHV-4 in einer begrenzten Stückzahl auf den Markt kommen. Das Fahrzeug basiert auf Basis des Toyota Highlander SUV und bezieht seine Energie aus einer Wasserstoff-Brennstoff-zelle. Bei Toyota geht man davon aus, dass eine Vermarktung von Brennstoffzellenfahrzeugen auf breiter Basis noch mindestens zehn Jahre in der Zukunft liege, da nicht alle Probleme, die diese Antriebsform mit sich bringe gelöst seien. Allerdings ist man sich sicher, dass nach einer entsprechenden Bewährungsphase im Automobilbereich die Brennstoffzellentechnik auch für den Antrieb von Gabelstaplern zum Einsatz kommt.



Toyota-Stapler der Baureihe 7FDF/7FGF 15-50

Toyota setzt nach eigenen Angaben mit der Einführung der Diesel- und Treibgasstapler der Baureihe 7FDF/7FGF 15-50 mit Tragfähigkeiten von 1,5 bis 5 Tonnen neue Maßstäbe zum sicheren Betrieb von Gabelstaplern. Diese Geräte sind serienmäßig mit dem System für Aktive Stabilität (SAS) ausgerüstet. Was leistet dieses System? SAS umfasst 10 verschiedene Sensoren, Fühler und Schalter, die den Stapler überwachen. Die ermittelten Messwerte gibt das System in eine zentrale Elektronikeinheit weiter. Diese verarbeitet die Werte und ordnet sie den drei SAS Einsatzbereichen - Lenkachsstabilisierung, Hubgerüststeuerung und Lenksynchronisation - zu. Überschreiten die Messungen Grenzwerte, greift das SAS in die jeweiligen Funktionen des betroffenen Einsatzbereichs ein und entschärft dort das Unfallrisiko. Der Fahrer sieht im Display des Armaturenbretts, ob SAS aktiv ist.
Das System ist selbstüberwachend und beinhaltet für den Fehlerfall eine Warnleuchte und eine alphanumerische Anzeige im Display des Armaturenbretts.


Der SAS-Lenkachs-Stabilisator
Der SAS-Lenkachs-Stabilisator



Lenkachsstabilisator
Bei zu hoher Fahrgeschwindigkeit in engen Kurven kippt der Gabelstapler - infolge der Zentrifugalkraft - um. Der Fahrer versucht meist vom Fahrzeug herabzuspringen und wird dann vom Schutzdach des Staplers erdrückt. Der Lenkachsstabilisator ermöglicht eine gleichbleibende Stabilität des Staplers bei Kurvenfahrten. Ermitteln die Sensoren eine gefährliche Situation, beispielsweise eine zu hohe Kurvengeschwindigkeit, wird vorübergehend - durch SAS - die Pendelbewegung der Lenkachse durch einen Hydraulikzylinder verriegelt.

Hubgerüststeuerung
Die Hubgerüststeuerung umfasst die Neigebegrenzung vorwärts und die Einschränkung der Geschwindigkeit beim Rückwärtsneigen jeweils bei Hubhöhen über zwei Metern unter Last. Ein Nachvornekippen des Staplers wird damit ausgeschlossen. Darüber hinaus stellt sich auf Knopfdruck das Hubgerüst in allen Hubhöhen senkrecht, so dass das Einfädeln in eine Palette vereinfacht wird. Die Verriegelung der Hydraulikfunktion bei ausgeschaltetem Zündschlüssel sorgt dafür, dass hochstehende Gabeln nicht ein einfach im Vorbeigehen abgesenkt werden können.

Lenksynchronisierung
In der Vergangenheit wichen bei einer hydraulischen Lenkung - durch die Stellung des Lenkrades und aufgrund des hydraulischen Schlupfes beim Volleinschlag - Lenkradeinschlag und Radeinstellung der Hinterachse voneinander ab. Es bestand die Gefahr, dass der Stapler beim Gasgeben in die falsche Richtung fuhr. Die Lenksynchronisation sorgt dafür, dass die Lenkradposition und die Stellung der Lenkachse jetzt 100%ig übereinstimmen. Durch ein Drehen des Lenkradknopfes auf die vorgegebene Neutralstellung (8.00 Uhr) wird sichergestellt, dass der Stapler bei dieser Lenkradeinstellung immer geradeaus fährt. Häufige Lenkkorrekturen, die die Arbeit verlangsamen und unter Umständen sogar zu Unfällen führen, werden ausgeschlossen.



Teleskopmaschinen - zielgenau durch bewegbaren Stabrahmen

Merlo, Bremen, ist ein bekannter Hersteller von Teleskopmaschinen. Aufgrund ihrer flexiblen Anwendungsmöglichkeiten haben diese in den letzten Jahren auch in der Baustoffindustrie eine weite Verbreitung gefunden. Von Merlo wurde der Vorteil der Teles-kopierbarkeit des Hubarmes durch die Elemente seitliche Schwenkbarkeit und Quernivellierbarkeit wirkungsvoll ergänzt. Seit dieser Zeit werden die meisten Merlo-Panoramic-Teleskopmaschinen serienmäßig mit diesen Zusatz-
eigenschaften angeboten. Beide Features beruhen auf folgendem Prinzip: Der Oberrahmen der Maschinen steht auf einer um einen Mittelzapfen in einem bestimmten Maße pendelbaren Hinterachse, während der Vorderteil des Oberrahmens sich über zwei kurze vertikale Hydraulikzylinder über Kugelgelenke auf der sonst starren Vorderachse abstützt. Der Hydraulikzylinder zur stufenlosen seitlichen Querrahmenverschwenkung liegt horizontal und quer hinter der Vorderachse unter zwei die Achslage stabilisierende gelenkige Zugstangen. Durch gleichmäßiges Aus- oder Einfahren beider Achsstützzylinder kann an der auf einer leicht fallenden oder steigenden Fläche stehenden Teleskopmaschine ein bestimmter Längsneigungsausgleich erfolgen. Deutlich wichtiger ist jedoch der Querneigungsausgleich. Diese wird auch wesentlich intensiver genutzt. Dazu müssen nur die Stützzylinder im jeweils erforderlichen Maße unterschiedlich ausgefahren werden. Da die stufenlose seitliche Querrahmenverschiebung nach beiden Seiten möglich sein muss, steht der Kolben des querliegenden Verschiebungszylinders normalerweise in einer Mittellage und wird einmal eingezogen oder eben weiter ausgefahren. Die wichtigsten sich mit beiden Verstellmöglichkeiten ergebenden praktischen Vorteile sind:
  • Querneigungsausgleich zur zügigen Aufnahme oder zur Abgabe exakt horizontal gelagerter Lasten sowie zur Vermeidung oder Verringerung seitlicher Kippmomente aus auf geneigten Flächen mit dem Teleskophubarm gehobenen schweren Lasten.
  • Seitenverschwenkung zur punktgenauen Lastaufnahme und -abgabe mit schnell positionierten Maschine ohne weitere Rangiermanöver.



Panoramic-Teleskopen besitzen einen hydraulisch bewegbaren Oberrahmen
Panoramic-Teleskopen besitzen einen
hydraulisch bewegbaren Oberrahmen




Zeppelin und Nacco planen Kooperation im Gabelstapler-Vertrieb von Hyster

Die Zeppelin GmbH, Friedrichshafen, Deutschlands und Europas führende Vertriebs- und Serviceorganisation der Baumaschinenbranche beabsichtigt die Erweiterung ihrer Aktivitäten um den Vertrieb und Service von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten der Marke Hyster. Das Unternehmen gab jetzt die Unterzeichnung eines Vorvertrages mit dem amerikanischen Hersteller Nacco Materials Handling Group bekannt, der zu den weltweit führenden Unternehmen der Branche zählt. Vorbehaltlich der Zustimmung durch den Aufsichtsrat von Zeppelin und der deutschen Kartellbehörde, wird der Zeppelin Konzern entsprechende Vertriebs- und Serviceaktivitäten für diese Produkte in Deutschland, Österreich sowie in einigen osteuropäischen Ländern starten und kontinuierlich ausbauen. Der Vertrieb der Hyster Gabelstapler und Flurfördergeräte soll in das flächendeckende Vertriebs- und Servicenetz von Zeppelin integriert werden.



Grünig Anbaukehrmaschine GS-Vario

Konventionelle Kehrmaschinen stießen in der Vergangenheit immer wieder an Grenzen. Vor allem dann, wenn es um die gründliche Aufnahme von lockerem, voluminösem Kehrgut, wie z. B. Laub, Papier, Styropor oder Stroh, ging. Diese Aufgabe war dann nur von sehr teuren Kehrsaugmaschinen zu bewältigen.
Zur Lösung dieses Problems hat die Firma Grünig aus Fürth im Odenwald die Anbaukehrmaschine GS-Vario entwickelt. Die pendelnde Kehrwalzenaufhängung und die langlebige Hochleistungskehrwalze sorgen für eine gleichmäßige Säuberung auch unebener Böden. Durch das "Überkopfkehrprinzip" wird das Fassungsvermögen des Schmutzbehälters zudem besser ausgenutzt. Somit wird, bei gleicher Behältergröße, eine nahezu doppelte Schmutzaufnahme gegenüber Kehrmaschinen, die nach dem "Kehrschaufelprinzip" arbeiten, erreicht. Die GS-Vario kann sowohl als selbstaufnehmende Anbaukehrmaschine mit Schmutzaufnahmebehälter als auch als robuste Freikehrschmutz- und Schneekehrmaschine eingesetzt werden. Bei letzterem Einsatz ist die Kehrwalze nach beiden Seiten schwenkbar. Trotz dieser Kombimöglichkeit ist die GS-Vario beim selbstaufnehmenden Kehren voll gekapselt und arbeitet damit nahezu staubfrei.
Darüber hinaus kann sie optional mit einer zusätzlich staubbindenden Wassersprühvorrichtung ausgestattet werden, sowie mit einem Seitenbesen zum Auskehren von schwer zugänglicher Ecken.
Die Kehrmaschine kann in kürzester Zeit an einen Gabelstapler oder Radlader angebaut werden. GS-Vario wird in Arbeitsbreiten zwischen 1,20 m und 2,30 m angeboten.


Anbaukehrmaschine GS-Vario mit Hochleistungskehrwalze
Anbaukehrmaschine GS-Vario
mit Hochleistungskehrwalze






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