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Erfolg verpflichtet: Stiftung Kalkwerke Oetelshofen

In einem Grußwort zur Gründung der Stiftung Kalkwerke Oetelshofen schreibt Bundespräsident Johannes Rau: „Unternehmensjubiläen sind ein guter Anlass, um nicht nur sich selbst zu feiern, sondern auch, um anderen Gutes zu tun.“ Genau dies war der Ansatzpunkt für die Geschäftsführung der traditionsreichen Kalkwerke, das 100-jährige Firmenjubiläum im Herbst 2000 mit der Gründung einer gemeinnützigen Stiftung zu krönen.
Das regional eingebundene Familienunternehmen möchte sich auf diese Weise noch stärker am öffentlichen Leben beteiligen. Zweck der Stiftung sind laut Satzung die „vornehmlich regionale Unterstützung behinderter oder in Not geratener Menschen, weiterhin die vornehmlich regionale Förderung der Jugendhilfe und der Altenhilfe sowie die vornehmlich regionale Förderung der Kunst, Kultur und Religion.“ Seitdem der ehemalige Landwirt Hermann Oetelshofen im Jahr 1900 die Kalkwerke H. Oetelshofen GmbH mit einem Stammkapital von 180.000 Reichsmark gründete, hat das Unternehmen eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Nach relativ gut überstandener Kriegszeit folgten bis 1954 schwere Jahre: Der Sohn des Firmengründers wurde von Plünderern erschossen, seine Schwester Elfriede Iseke übernahm die Leitung und kämpfte mit 200 Mitarbeitern um das unternehmerische Überleben. 1954 trat ihr Sohn Hermann Iseke in das Werk ein und führte es zu seiner heutigen Bedeutung als mittlerweile letzter verbleibender Kalkbrennbetrieb im Dornaper Revier. Zusammen mit seinen Söhnen Jörg H. und Moritz Iseke, die 1997 die Geschäftsführung übernahmen, begegnete er mit Rationalisierungsinvestitionen und Prozessautomatisierung dem Kostendruck. Statt auf das „Outsourcen“ setzt man in Oetelshofen allerdings auf Mitarbeiterschulung und den Erhalt der eigenen Kompetenz und Arbeitsplätze.

Heidrun Becker, StBG

Stiftung Kalkwerke Oetelshofen





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