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Neues Verschleißschutzsystem von Svedala

In Aufbereitungsanlagen unterliegen die mit den Produkten in Berührung kommenden Anlagenteile intensiver Oberflächenbeanspruchung, wobei die Verschleißwirkung wesentlich von der Beanspruchungsart abhängig sein kann und als Prallverschleiß oder Gleitverschleiss, wie auch als Kombination aus beiden auftritt. Diesem Umstand trägt ein neues Verschleißschutzsystem Rechnung, das die Svedala-Gruppe herausgebracht hat. Mit den Kantenlängen 300 x 300 Millimeter bei 30, 40 und 50 Millimeter Dicke werden die Verschleißschutz-Module in Kachelform aus verschiedenen Werkstoffen hergestellt, mit denen sich die Auskleidungen an die verschiedenen Beanspruchungsarten anpassen lassen. An den Aufgabepunkten z. B. von Rinnen, Aufgebern und Bunkern nehmen Verschleißschutzkacheln aus zähen Gummiqualitäten die Prallenergie elastisch und verschleißbeständig auf. Dort, wo sich das Material vorwiegend rutschend bewegt, kommen Module aus Polyurethan zum Einsatz, wobei zur Anpassung an die spezifische Materialbeschaffenheit unterschiedliche PU-Qualitäten verfügbar sind. Die bekanntlich hohe Abriebfestigkeit bestimmter keramischer Oberflächen wird in einem dritten Elementtyp nutzbar gemacht, bei dem Keramikzylinder von 20 Millimeter Durchmesser und 20 Millimeter Höhe dicht bei dicht in Polyurethan eingebettet sind.

Die unterschiedlichen Module können, in Materialflussrichtung mit Stufenfalzen einander übergreifend, beanspruchungsspezifisch so miteinander kombiniert werden, dass an allen Stellen des Materialweges der Verschleiß auf ein Minimum reduziert wird. Die Standzeiten der Verschleißschutzmodule können dabei ein Mehrfaches der Standzeiten von Stahloberflächen erreichen. Ein wichtiger Nebennutzen, der durch die Auskleidung mit den elastomeren Werkstoffen erzielt wird, ist die Geräuschdämpfung, die bis zu 10 dB (A) ausmachen kann - was nach subjektivem Hörempfinden der Halbierung der Lärmintensität entspricht.

Besonderen Wert legten die Entwickler des Systems auf leichte und zuverlässige Befestigung der Module, die mit Schrauben und vierarmigen Kreuzklammern erfolgt. Die Befestigungsdurchlässe sind in den zur Materialflussrichtung parallelen Stoßfugen angeordnet. Die Klammern greifen mit jeweils zwei Armen in die beiden benachbarten Module ein, die dafür entsprechende Taschen oder Nuten aufweisen. Letztere werden nach dem Einbau mit Stopfen oberflächenbündig verschlossen. Zur Randbefestigung enthält das System - das Svedala für Material-Stückgrößen bis 200 Millimeter, Stückgewichte bis 30 Kilogramm und Fallhöhen von maximal 2,5 Meter empfiehlt - auf die Falzhöhe der Module abgestimmte Z-Profile als Abschlussleisten.


Aus Gummi und Polyurethan verschiedener Festigkeiten sowie Keramikelementen hergestellt, sind die Module des neuen Verschleißschutz-Systems an unterschiedliche Beanspruchungsarten angepasst und kombiniert anwendbar. (Foto: Svedala)
Aus Gummi und Polyurethan verschiedener
Festigkeiten sowie Keramikelementen hergestellt,
sind die Module des neuen Verschleißschutz-
Systems an unterschiedliche Beanspruchungsarten
angepasst und kombiniert anwendbar. (Foto: Svedala)





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