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[Die Industrie der Steine + Erden]






75 Jahre Alfred Melato GmbH & Co. KG

Eine Firmengeschichte zwischen Basalt und Asphalt

Description
 
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Zehn Millionen Tonnen Basaltmaterial und Mineralstoffe und vier Millionen Tonnen Asphaltmischgut hat das Melato Basaltwerk in Fritzlar bis zum 75jährigen Firmenjubiläum bereits ausgeliefert. Die wechselvolle Firmengeschichte beginnt 1924 in der Gemeinde Weimar bei Kassel: Firmengründer Alfred Melato beutet dort mit rund 40 Mitarbeitern das qualitativ hochwertige Säulenbasalt-Vorkommen "Bühl" aus. Als zweites Standbein baut er ab 1928 einen zweiten Steinbruch-Betrieb in Fritzlar auf; diese Voraussicht rettet die Firma, da kurz darauf der Abbau in Weimar durch einen Wassereinbruch gestoppt wird. Der Betrieb in Fritzlar stellt Packlage, Groß- und Mosaikpflaster sowie Bahnschotter her. Nach dem Zweiten Weltkrieg baut Alfred Melato ein Edelsplittwerk, das rund 50.000 Tonnen jährlich produziert. 1956 weiht nach dem plötzlichen Tod des Firmengründers sein Sohn Peter eine eigene Aufbereitungsanlage für die Herstellung von Teer- und Asphaltmischgut mit einer Tagesleistung von 125 Tonnen ein. Im Zuge des Straßenbaubooms erlebt die Firma einen großen Aufschwung, bereits 1959 werden Kaelble-Radlader eingesetzt. Bis 1962 erfolgt die Umstellung von Handladung auf Baggerbetrieb. Durch Großbohrlochsprengungen wird eine optimale Vorzerkleinerung des Haufwerkes an der Bruchwand erreicht. Mit größeren Vorbrechern und Feinsteinbrechern kann die Produktion auf 170.000 Tonnen jährlich gesteigert werden. 1961 baut das Unternehmen eine zweite, 1963 eine dritte Asphalt-Mischanlage. Mit einem Doppelkniehebel-Backenbrecher, einem neuen Schotter- und Edelsplittwerk und weiteren Kreiselbrechern erhöht sich die jährliche Kapazität auf 450.000 Tonnen Material. 1969 ist die Firma Melato Mitgesellschafter bei der Gründung der Nordhessischen Asphaltmischwerke GmbH & Co. KG, seit 1970 liegt der Verkauf der Produkte des Unternehmens bei der Nordhessischen Basalt-Union GmbH. Im Zuge des Firmenausbaus investiert die Melato KG bis 1974 rund 900.000 DM für Entstaubungsanlagen, dazu kommen jährlich rund 100.000 DM für deren Betrieb. Das erste ausgebeutete Abbaugebiet ist mittlerweile vollständig rekultiviert und der Betrieb hat neue Flächen von der Bundeswehr angepachtet. Ab 1975 ist der Baustoffbedarf im Straßenbau rückläufig, innerhalb eines Jahrzehnts verringert sich die Produktion um 30 bis 40 Prozent, bei Asphaltmischgut um etwa 50 Prozent. Dennoch baut Melato im Zuge weiterer Modernisierung 1987 eine Aufbereitungsanlage für Bauschutt und Ausbauasphalt und stellt 1992 eine neue Asphalt-Mischanlage auf. Alle Silo-, Dosier- und Bandanlagen sind mit Entstaubungsanlagen ausgerüstet. Geschäftsführer ist heute Kai Melato - Dettmar. Das Unternehmen ist mittlerweile als Entsorgungsfachbetrieb nach 52 des Kreislauf-, Wirtschafts- und Abfallgesetzes mit den Tätigkeiten "Lagern, Verwerten, Behandeln" sowie nach DIN EN ISO 9002:1994 zertifiziert.





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