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Grenzwerteliste 1999

Das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitssicherheit - BIA - veröffentlicht seit 1994 jährlich die Publikation "Grenzwerteliste", die als Hilfestellung beispielsweise für Aufsichtsbehörden, Betriebe, Ausbildungsstätten, Arbeitsschutzinstitutionen und Messstellen eine Zusammenstellung der wichtigsten Grenzwerte am Arbeitsplatz zu chemischen, physikalischen und biologischen Einwirkungen enthält.
Damit wird allen, die für den Arbeitsschutz Sorge zu tragen haben, ein einfaches Hilfsmittel an die Hand gegeben, die am Arbeitsplatz festgestellten Belastungen im Sinne der EG-Richtlinie 89/391/EWG und des Arbeitsschutzgesetzes zu bewerten. Insbesondere kleine und mittlere Betriebe werden die hier zusammengestellten Informationen als nützliches Kompendium verwenden können, da diese erfahrungsgemäß große Schwierigkeiten haben, alle für sie relevanten Vorgaben zu Arbeitsplatzgrenzwerten präsent zu haben. Besonders im Bereich "chemische Einwirkungen" sind die für die Arbeitsplatzbeurteilung entscheidenden Angaben über zahlreiche Vorschriften und Regeln verteilt. Die Grenzwerteliste 1999 (BIA-Report 7/99) enthält die Arbeitsplatzgrenzwerte (MAK, TRK, BAT) für gefährliche Stoffe aus der TRGS 900 und 903 und die Einstufungen als krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend aus der Richtlinie 67/548/EWG (einschließlich der 25. Anpassung) sowie der TRGS 905 kompakt und übersichtlich in einer Tabelle zusammengefasst.Die Angaben aus der Richtlinie 67/548/EWG sind für Betriebe in Zukunft schwerer zugänglich, da auf Grund einer Änderung des 4a GefStoffV Ende Oktober 1999 die Stoffeinstufungen nicht mehr in Form einer Bekanntmachung der "Liste der gefährlichen Stoffe und Zubereitungen nach 4a GefStoffV" erfolgt. Der Abschnitt "Gefahrstoffe in Innenräumen und in der Außenluft" enthält die Richtwerte des Umweltbundesamtes, die WHO-Luftqualitätsleitlinien, die TA Luft-Werte, MAK-Werte und die Emissionswerte der 22. BImSchV sowie weitere Empfehlungen.Das Kapitel "Biologische Einwirkungen" gibt wichtige Hilfen bei der Gefährdungsermittlung gemäß der Richtlinie 90/679/EWG "Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch biologische Arbeitsstoffe bei der Arbeit" und der Biostoffverordnung. Arbeitsmedizinisch-epidemiologisch begründete Grenzwerte für Bioaerosole liegen noch nicht vor, es wird jedoch auf die aktuelle Diskussion hierzu eingegangen und einige Orientierungswerte werden vorgestellt.
Das Kapitel "Physikalische Einwirkungen" enthält Grenz- und Richtwerte für Lärm, Vibration, thermische Belastungen, Elektrizität, biomechanische Belastungen und verschiedene Strahlungsarten, wie sie beispielsweise in der Strahlenschutzverordnung, Röntgenverordnung, der BGV "Laserstrahlung" und der BGV "Lärm" festgelegt sind. Die circa 250 Seiten umfassende Grenzwerteliste 1999 ist kostenlos zu beziehen beim

Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften,
53757 Sankt Augustin, Fax 0 22 41/2 31-13 91
Internet: www.hvbg.de.





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