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[Die Industrie der Steine + Erden]






Eine Ära geht zu Ende

Heinz Wibbelhoff beendet redaktionelle Tätigkeit

Am 1. Januar 1965 tritt Heinz Wibbelhoff zum ersten Mal über die Schwelle bei der Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (StBG). Schnell wird deutlich, dass der gelernte Bergmann und Diplom-Ingenieur, der als Technischer Aufsichtsbeamter für die Beratung und Überwachung der Betriebe in der Steine und Erden-Industrie zur StBG gekommen ist, auch schriftstellerisches Talent mitgebracht hat. So kann man bereits in der Ausgabe 4/1969 der "Industrie der Steine und Erden" die erste Veröffentlichung von Heinz Wibbelhoff mit dem Thema "Vernichten von Sprengstoffen" lesen. In der Folge veröffentlicht Heinz Wibbelhoff in unregelmäßiger Reihenfolge redaktionelle Beiträge - 1977 gestaltet er sogar ein ganzes Sonderheft des damaligen Mitteilungsblattes der StBG zum Thema "Erdöl- und Erdgasgewinnung". Im Jahr 1972 besucht der Redakteur Wibbelhoff zum ersten Mal die Hannover Messe. Unangenehm fallen ihm die ausgestellten Raupen (die BAUMA in München ist noch nicht geboren) eines auch heute namhaften Herstellers auf. Sie verbreiten einen ohrenbetäubenden Lärm und das Schlimmste: Für den Fahrer steht nicht einmal eine Kabine zur Verfügung.

Natürlich kritisiert der engagierte Arbeitsschützer diesen Missstand in seinem Beitrag in der Zeitschrift. 1972 bringt ihm dies eine Klage wegen Geschäftsschädigung ein - heute sind ergonomisch und klimatisch optimierte Führerkabinen längst Standard!

Im Jahr 1978 erscheint in der Sommerausgabe des 88. Jahrgangs zum ersten Mal die Rubrik "Zum Thema". In Abstimmung mit dem Hauptgeschäftsführer der StBG und dem Verlag will man damit dem wachsenden Informationsbedürfnis der Hauptzielgruppe nach "neutralen" Informationen aus der Steine und Erden-Industrie Rechnung tragen. Schnell etabliert sich dieses Segment in der Zeitschrift. 1979 erscheint zum ersten Mal eine Maschinendokumentation - heute Marktübersicht - über Radlader. Die zweite Ausgabe des Jahres 1980 berichtet erstmals über die in München neu entstandene Baumaschinenmesse, die BAUMA, mit damals 1.091 Ausstellern.

War die Industrie der Steine und Erden vor dem Wirken von Heinz Wibbelhoff ein reines BG-Mitteilungsblatt, so entwickelt sich die Zeitschrift nicht zuletzt aufgrund seines Engagements zu einem anerkannten Fachmagazin. Es ist das Verdienst von Heinz Wibbelhoff, dass es über Jahrzehnte gelungen ist, eine harmonische Mischung aus interessanten Beiträgen zu aktuellen technischen Entwicklungen und den der StBG am Herzen liegenden Themen im Bereich Sicherheit und Gesundheit zu finden. Dieser vor mehr als 20 Jahren eingeschlagene Weg erweist sich heute aktueller denn je. Denn: Maßnahmen zur Arbeitssicherheit können nicht ohne wirtschaftliche Überlegungen eingeführt werden, auch wenn es vorrangig um das Wohl der Beschäftigten in den Betrieben geht. Sicherheit und Gesundheit müssen Unternehmensziele sein - sie gehören untrennbar zu anderen Zielen wie Qualität, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz oder Kundenfreundlichkeit! Auf mehr als 2.500 Druckseiten hat Heinz Wibbelhoff dieses Denken unter der Überschrift "Zum Thema" kultiviert und weiterentwickelt. Unzählige Maschinenberichte lieferten dem Leser Informationen aus erster Hand. Es ist das Verdienst von Heinz Wibbelhoff, dass die StBG durch diese gelungene Symbiose stets am Puls der Zeit agieren kann, wenn es um technische Neuentwicklungen geht. Somit hat sich Heinz Wibbelhoff auch mit dieser redaktionellen Tätigkeit um die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in den Betrieben der Steine und Erden-Industrie verdient gemacht.

Nachdem Heinz Wibbelhoff zum 31. Dezember 1995 die Leitung des Technischen Aufsichtsdienstes der StBG abgab und in den Ruhestand getreten ist, hat er aber bis zur letzten Ausgabe 1999 noch den Bereich "Zum Thema" weiter betreut. Jetzt, zum Beginn des neuen Jahrtausends hat er allerdings neue Pläne. Innerhalb eines Unternehmens, welches im Rahmen der EXPO 2000 Elektromobile für den Transport im weiträumigen Ausstellungsgelände bereithält, will sich Heinz Wibbelhoff in Zukunft damit befassen, Elektrofahrzeuge für den innerstädtischen Verkehr salonfähig zu machen. Die Steinbruchs-Berufsgenossenschaft dankt Heinz Wibbelhoff - auch im Namen der Schlüterschen Verlagsanstalt, im Namen der Maschinenhersteller als wichtigste Partner für aktuelle Informationen sowie im Namen der Mitglieder der StBG für die geleistete Arbeit und wünscht ihm für die neuen Aktivitäten und den weiteren Lebensweg in erster Linie Gesundheit, aber auch Schaffenskraft und Erfolg.


Dipl.-Ing. Helmut Ehnes überreicht Dipl.-Ing. Heinz Wibbelhoff im Namen der StBG als Dank für die langjährige redaktionelle Arbeit ein Sachbuch und ein Präsent
Dipl.-Ing. Helmut Ehnes überreicht Dipl.-Ing. Heinz Wibbelhoff
im Namen der StBG als Dank für die langjährige redaktionelle Arbeit
ein Sachbuch und ein Präsent





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